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C. O. Paeffgen
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Jahr

Unbetitelt.

Acryl auf Fotoleinwand.

Rückseitig datiert und signiert.

H 100 W 90

 

Was hätte C. O. Paeffgen wohl gesagt zu einem Jahr ganz im Zeichen der Pandemie?

Das sich umarmen, körperliche Nähe und Intimität sind etwas, das viele von uns schmerzlich vermissen…

Paeffgens Bild aus dem Jahr 1999 passt als ikonographischer Kontrapunkt wunderbar wie auch kontrovers in unsere aktuelle, von einem Virus nachhaltig geprägte Zeit.

In der notwendigen Vermeidung von Berührungen steigt gerade deswegen der innige Wunsch genau danach: Sich zu begrüßen mit einer Geste der Innigkeit und des Zutrauens. Paeffgen stellt das in seinem Bild in freundlicher Direktheit und einer hellen, einladenden Farblichkeit akzentuiert dar. So sehr aber diese Art der Begrüßung weiterhin tabu ist, so sehr passt die aktuelle Situation auf der anderen Seite zur Ironie von Paeffgens verschmitzt kommentierendem Œuvre.

Paeffgen, der 2019 in Köln verstarb, war unter anderem bekannt für seine ironisch zugespitzten künstlerischen Darstellungen und Arbeiten: Über fünfzig Jahre lang verfolgte der Künstler in dieser Weise gesellschaftliche Phänomene. Seinen Umwicklungen, Fundobjekte, die er mit Draht zusammen fügte, stehen die Umrandungen gegenüber, nachgezogene Konturen von Zeitungsbildern, die auf Leinwand projiziert und überarbeitet wurden. Paeffgen wählte immer genau aus. Er markierte, akzentuierte, bezog klar Position oder verbarg sie manchmal im Formelhaften. Dabei entwickelte er seine Arbeit, von der er einmal behauptet hat, »jeder könnte das machen, was ich mache«, konsequent weiter und goss Liebe oder Freiheit in prägnante Zeichen und Szenen.

 

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