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Galanter Wanderer zwischen China und Deutschland.

Chen Yun Wang (geboren 1959) ist einer der bekannteren Vertreter der klassischen chinesischen Malerei der Gegenwart. Zwischen 1991 und 2002 lebte er in verschiedenen Städten in Deutschland im Rahmen eines Stipendiums und seines Meisterstudiengangs an der Kunsthochschule Braunschweig. Seit 2004 bekleidet Chen Yun Wang eine Professur an der Chengdu Academy of Fine Art in China.

Kunstpreis Kaiserring Stipendiat des Mönchehaus Goslar

Die Stadt Goslar vergibt seit Anfang der 80er Jahre den renommierten Kunstpreis Kaiserring des Mönchehaus Museum an international bedeutende Gegenwartskünstler. Alle ausgezeichneten Maler bestimmen das Kunstgeschehen bis heute, von Joseph Beuys über Gerhard Richter und Christo bis hin zu Wolfgang Tillmans oder Barbara Kruger. 1998 erhält Chen Yun Wang das Kunstpreis Kaiserring Stipendium des Mönchehaus Museum Goslar und daran anknüpfend eine Werkausstellung.

Blick ins Vergangene: Die Frau vor der Säule

Das Werk „Frau vor Säule“ verfasste Chen Yun Wang 1991 kurz vor seiner Abreise nach Deutschland. Es stammt aus der Sammlung des Unternehmers und Kunstsammlers Th. K. Peter Schenning (1923 – 2010). Schenning war im Vorstand des Vereins zur Förderung moderner Kunst in Goslar, die das Mönchehaus Museum bis heute führt. 1998 wurde das Bild in der Einzelausstellung von Chen Yun Wang im Rahmen des Kunstpreis Kaiserring Stipendiums erstmals in Europa öffentlich gezeigt.

In seiner Werkpräsentation in Goslar wollte Chen Yun Wang zwei Seiten seines Werkes darlegen: Vergangenheit und Gegenwart, das Dunkle und das Helle – Ying und Yang als die beiden Urkräfte der asiatischen Vorstellung vom Lauf der Welt in seiner eigenen malerischen Interpretation. Das Bild „Frau vor Säule“ zeigte Chen Yun Wang im Raum „Ying“, betitelt als Schwarzer Raum der Vergangenheit. Bei den in diesem Raum gezeigten Werken handelte es sich hauptsächlich um Bilder aus der Schaffenszeit in China sowie eine Serie von Bildern, die in Deutschland als Erinnerungsbilder an China entstanden waren.

 

Text: Kai Hunsicker

Museum Goslar:

http://www.moenchehaus.de/kaiserring/